Eugene Hartzell
Titelseite
Startseite
Werkliste
Verlage
Tonaufnahmen
Biografie
Kontakt und
Impressum

Links
Suche
Sitemap


English Version
 
<   >Trio for Flute, Bass Clarinet (or Bassoon) and Piano
  
Jahr1969
Dauer15'
VerlagDoblinger
Uraufführung24.11.69 Wien, Amerika-Haus / Cynthia Stokes (Fl.), Carol Ames (Bkl.), Gary Lewis (Klav.)
TonaufnahmeStudioaufnahme ORF Wien / Georg Weinhengst (Fl.), Adold Hager (Bkl.), Roman Ortner (Klav.)
  
Über das Werk Zum Untertitel: "Worlds enough and time": Kenner der Poesie der englischen Restaurationszeit mögen glauben, hier ein nicht ganz getreues Zitat der ersten Zeile eines Gedichts von Andrew Marvell gefunden zu haben, "To His Coy Mistress" (An seine spröde Geliebte). Dieses Stück hat wirklich nichts mit spröden Geliebten zu tun. "Worlds" hat eine doppelte Beziehung, erstens auf das "Trio des Trois Mondes", für das ich das Werk komponierte. Die Gruppe war damals in Wien aktiv, der Geiger aus Österreich, der Klarinettist aus Israel, der Pianist aus Peru. Das Trio hat mein Trio nie gespielt, da die Mitglieder bald ihre eigene Wege gingen. Zweitens bezieht sich "worlds" auf die spezifischen Klangwelten der drei Instrumente. Was "time" betrifft, nun, jedes Stück braucht Zeit, um komponiert, aufgeführt und angehört zu werden, und - so hofft der Komponist - anzukommen.

1. Satz: Ein Thema wird mannigfaltig variiert. Im Laufe der Entwicklungen kommt ein jazzistisch angehauchter Rhythmus zustande, dem einige Bedeutung zugemessen wird.

2. Satz: Adagio. Ein 12-Ton Thema dominiert, mit Nebenmotiven und Floskeln die aus 5 bzw. 8 Tönen bestehen, also eine eher ernste Angelegenheit und einfache Zahlenspielerei zugleich.

3. Satz: Siebenteilige Rondoform, wobei der Mittelteil (C) aus Zitaten aus den ersten beiden Sätzen besteht, das Ganze mit viel "drive".

Zur Vorgeschichte: Nach einigen Solomusiken wollte der Verlag ein Kammermusikstück. Meine Frage: Für welche Besetzung? Antwort des Verlagsleiters: Meinetwegen Flöte, Bassklarinette und Klavier. Das Stück wurde für die Wiedereröffnung des Konzertsaals im Amerikahaus geschrieben.

Eugene Hartzell